Tagung Netzwerk e-Inclusion 2007

e-Inclusion

Zielsetzung der Tagung

Das Ziel der Tagung vom 28. November 2007 war, Wege zur Förderung einer integrativen Informationsgesellschaft aufzuzeigen. Im Fokus stand dabei die Suche nach Verbesserung der Teilhabe aller Einwohnerinnen und Einwohner an der Informationsgesellschaft mittels der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT). Der Fokus lag auf Personengruppen, welche heute noch mehrheitlich von den Vorteilen der Informationsgesellschaft ausgeschlossen sind und von einem kompetenten Umgang mit IKT besonders profitieren würden: ältere Arbeitnehmende, SeniorInnen, MigrantInnen und Menschen mit Behinderungen.

Die Tagung bot Personen und Organisationen, die mit obgenannten Bevölkerungsgruppen arbeiten, Gelegenheit, ihre Projekte im Bereich digitale Integration vorzustellen, Wissen weiterzugeben und Vernetzungsmöglichkeiten zu prüfen.

Unterschiedlicher Zugang und Nutzung von Internet in der Schweiz

Gemäss den neuesten Erhebungen des Bundesamtes für Statistik BFS verfügten im Jahr 2006 beinahe 77% der Einwohnerinnen und Einwohner unseres Landes über einen Internetzugang zu Hause und 50% am Arbeits- oder Ausbildungsplatz. Der Anteil der Personen, die zu Hause Internetzugang haben liegt damit deutlich über demjenigen am Arbeits- oder Ausbildungsplatz. Bezüglich Internetnutzung bestehen jedoch deutliche Unterschiede nach Geschlecht, Alter und Bildungsstand der Personen. Im Jahr 2006 lag die Quote der Internetnutzung bei den Männern deutlich höher als bei den Frauen (73% im Vergleich zu 56%). Die Altersgruppe von Personen ab 55 Jahren (38%) weist eine deutlich geringere Internetnutzung auf als beispielsweise jene der 14-29 Jährigen (94%). In der Altersgruppe 65 Jahre und älter wird das Internet vergleichsweise wenig genutzt (15%). Obwohl immer mehr Menschen ab 55 Jahren das Internet regelmässig benutzen, wird der Graben zwischen dieser und den anderen Altersklassen nicht kleiner, sondern grösser.

Da in der Schweizer Bevölkerung der Anteil der Personen unter 20 Jahren prozentual zurückgeht, während der Anteil der Personen über 65 stetig zunimmt, sind Fördermassnahmen für ältere Menschen auch im Hinblick auf diese demographischen Entwicklungen wünschenswert.

Gemäss BFS hängt die Internetnutzung auch stark vom Bildungsstand ab. Die Nutzungsquote von Personen mit Abschluss auf der Tertiärstufe ist markant höher (89% der Personen mit einem Hochschulabschluss nutzen das Internet) als diejenige von Personen mit einem Abschluss auf der Ebene Lehre / Berufsschule (62%). Sie liegt am tiefsten bei den Personen mit einem Abschluss einer obligatorischen Schule verfügen (42%).

Indikatoren zur Informationsgesellschaft in der Schweiz (Bundesamt für Statistik)

Programm