Tagung Netzwerk e-Inclusion 2008
IKT und gesellschaftliche Integration - Möglichkeiten und Grenzen
Zielsetzung der Tagung
Die Zielsetzung der Tagung vom 27. November 2008 ist, der Frage nachzugehen, ob und wie die Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) bestimmten internetfernen Bevölkerungsgruppen helfen können sich besser in unsere Gesellschaft zu integrieren und aktiv am Leben teilzunehmen. Der Fokus liegt dabei auf Personengruppen, welche heute noch mehrheitlich von den Vorteilen der Informationsgesellschaft ausgeschlossen sind und von einem kompetenten Umgang mit IKT besonders profitieren würden: Seniorinnen und Senioren, Behinderte und Menschen mit Migrationshintergrund.
Die Tagung bietet Personen und Organisationen, die sich für diese Bevölkerungsgruppen engagieren, die Gelegenheit, ihre Projekte im Bereich digitale Integration vorzustellen, Wissen weiterzugeben und sich zu vernetzen.
Unterschiedlicher Zugang und Nutzung von Internet in der Schweiz
Gemäss den neuesten Erhebungen des Bundesamtes für Statistik BFS verfügten im Jahr 2007 rund 70% der Einwohnerinnen und Einwohner unseres Landes über einen Internetzugang zu Hause, 30% über einen Anschluss an Hochgeschwindigkeitsnetze. Die Schweiz steht damit nach Dänemark, Holland, Island und Norwegen weltweit an fünfter Stelle.
Bezüglich Internetnutzung bestehen jedoch deutliche Unterschiede nach Geschlecht, Alter und Bildungsstand der Personen. Im Frühjahr 2008 lag die Quote der Internetnutzung bei den Männern deutlich höher als bei den Frauen (76% im Vergleich zu 61%). Die Altersgruppe von Personen ab 50 Jahren (44%) weist eine deutlich geringere Internetnutzung auf als beispielsweise jene der 14-29 Jährigen (91%). Obwohl immer mehr Menschen ab 50 Jahren das Internet regelmässig benutzen, wird der Graben zwischen dieser und den anderen Altersklassen nicht kleiner, sondern grösser.
Da in der Schweizer Bevölkerung der Anteil der Personen unter 20 Jahren prozentual zurückgeht, während der Anteil der Personen über 65 stetig zunimmt, sind Förder-massnahmen für ältere Menschen auch im Hinblick auf diese demographischen Entwicklungen wünschenswert.
Gemäss BFS hängt die Internetnutzung auch stark vom Bildungsstand ab. Die Nutzungsquote von Personen mit Abschluss auf der Tertiärstufe ist im 1. Quartal 2007 markant höher (90% der Personen mit einem Hochschulabschluss nutzen das Internet) als diejenige von Personen mit einem Sekundarschulabschluss (66%). Sie liegt am tiefsten bei den Personen mit einem Abschluss einer obligatorischen Schule verfügen (47%).
Indikatoren zur Informationsgesellschaft in der Schweiz (Bundesamt für Statistik)
