Programm 2008

An der Tagung "IKT und gesellschaftliche Integration - Möglichkeiten und Grenzen" wird deutsch und französisch gesprochen. Eine Simultanübersetzung in Deutsch und Französisch sowie in deutsche Gebärdensprache wird angeboten.

09.30: Eintreffen der TeilnehmerInnen, Begrüssungskaffee

Im Forum, 1. Stock, besteht die Möglichkeit, sich an Postern über aktuelle Projekte zu informieren.

10.15: Begrüssung und Einführung in den Anlass

Dr. Martin Dumermuth, Direktor BAKOM

10.30: Der gesellschaftliche Zusammenhalt in der Informationsgesellschaft und seine Förderung

Dr. Klaus Lenk, Universität Oldenburg, Niedersachsen

11.00: Podiumsdiskussion

mit

  • Dr. Christa Hanetseder, Dozentin, Pädagogische Hochschule Zürich
  • René Jaun, blinder Informatiker, Stiftung Zugang für alle, Zürich
  • Dr. Klaus Lenk, Universität Oldenburg, Niedersachsen
  • Ada Marra, Nationalrätin, PS Waadt
  • Martin Odermatt, Leiter Finanzen und Informatik, Mitglied der Direktion, Pro Senectute Schweiz
  • Matthias Zehnder, Publizist im Bereich Technologietrends und Informationsgesellschaft

Moderation: Robert Ruoff, Communications & Cooperation

12.15: Diskussion mit dem Publikum

12.30: Stehbuffet in der Galerie des Kornhauskellers

Im Forum, 1. Stock, besteht die Möglichkeit, sich an Postern über aktuelle Projekte zu informieren.

13.45: Fünf parallele Workshops:

  • Workshop 1: IKT im Alter
  • Workshop 2: Technologie macht den Zugang möglich
  • Workshop 3:IKT für Menschen mit Migrationshintergrund
  • Workshop 4: Illettrismus und IKT
  • Workshop 5: Fundraising für NPO's: Aus der Trickkiste oder der Konzeptküche ?

Workshop 1 : IKT und Alter

Pro Senectute Schweiz

Der Workshop vermittelt nützliche Hintergrundinformationen zum Thema "IKT im Alter Netzwerks" zu werden.

Nach der Einführung durch Herrn Odermatt, Leiter Finanzen und Informatik von Pro Senectute Schweiz, und der Vorstellung der IKT-Initiativen von Pro Senectute, Schweizerischen Seniorenrat (SSR) und Seniorweb.ch, wird Herr Dr. phil. Urs Kalbermatten, Sozialpsychologie und Gerontologie (Berner Fachhochschule und Pro Senectute Schweiz) Einblicke in den Bereich Seniorenmarketing vermitteln und die jedem Projekt zugrundeliegende Frage beleuchten: wie können die Seniorinnen und Senioren überhaupt kontaktiert werden?

Im zweiten Teil des Workshops werden 1 - 2 erfolgreich umgesetzte "IKT und Alter"-Projekte gewonnen werden?

Workshop 2: Technologie macht den Zugang möglich

Organisiert von Swisscom, Microsoft, Fondation pour les téléthèses (FST) und Zugang für alle

Wie macht Technologie Zugang möglich? Welchen Stellenwert hat das Thema Zugang in technologieorientierten Firmen? Wo stehen wir Heute und was bleibt zu tun?

Den ersten Teil des Workshops eröffnet Markus Riesch von der Stiftung „Zugang für alle" mit einer Standortbestimmung zum Thema Accessibility in der Schweiz. Yves Mühlebach, Stiftung für elektronische Hilfsmittel FST, berichtet aus seiner Forschungs- und Entwicklungsarbeit bei FST. Im dritten Vortrag stellen uns Andre Heim von Microsoft und Daniel Morgenthaler von 1eEurope, die Initiative "Barriere-frei Kit für Microsoft SharePoint Server 2007" vor. Luciano Butera von Swisscom zeigt anhand seiner Projektpräsentation „me2me" die künftigen Möglichkeiten sprachgesteuerter Technologie auf. Im zweiten Teil des Workshops moderiert Reto Jent, Swisscom AG eine Diskussionsrunde zum Thema „Technologie und Zugang - was ist noch möglich?".

Workshop 3: IKT für Menschen mit Migrationshintergrund

Ursula Dubois, Sociolution GmbH,
Schweizer Netzwerk für Sozial- und Politikmanagement, Bern

In diesem Workshop soll Fragen nachgegangen werden wie:

  • Welche Bedeutung haben die Neuen Informations- und Kommunikations-technologien für den gesellschaftlichen Einbezug oder den sozialen Ausschluss von Migrantinnen und Migranten?
  • Wie kann das Internet für die soziale Integration von Ausländern und Ausländer-innen in die Aufnahmegesellschaft zielgerichtet eingesetzt werden?
  • Was sind die Voraussetzungen für den Zugang der Migrantinnen und Migranten zum Wissen im World Wide Web?

Der Workshop wird als Group of Practice gestaltet.

  • Dr. Kathrin Kissau, Soziologin, Université de Lausanne,
    gibt Einblick in ihre Studie zum Integrationspotential des Internet für Migranten.
  • Brigitte Arn, Ethnologin, Bern,
    berichtet über ihre Auswertung derComputerkurse für Migrantinnen aus traditionellen Kulturen der Gemeindebibliothek Ostermundigen.
  • Brigitte Gonzalez-Ostos, Forum pour les étrangers et étrangères de Lausanne,
    zeigt wie ihre Organisation über den Umgang mit Computern in die Grundlagen der fanzösischen Sprache einführt.
  • Luzia Kurmann stellt conTAKT-net.ch,
    ein Projekt des Migros-Kulturprozents vor.
  • Ursula Dubois, Kommunikationswissenschaftlerin, Sociolution GmbH Bern,
    stellt migraweb.ch, ein E-Integrationsprojekt von MigrantInnen für MigrantInnen, vor.
  • Ziel des Workshops ist es, mit den Teilnehmenden über zukunftsgerichtete Ansätze der E-Inclusion von Migrantinnen und Migranten zu diskutieren und an Hand von Beispielen - auch aus der Workshop-Runde - Möglichkeiten einer best practice auszuloten.

Workshop 4: Illettrismus und IKT

Dr. Afra Sturm und Thomas Sommer
Pädagogische Hochschule FHNW, Institut Forschung und Entwicklung, Zentrum Lesen

Im ersten Teil des Workshops stehen folgende Fragen im Zentrum:

  • Was ist Illettrismus?
  • Wie zeigt sich Illettrismus in unserer Gesellschaft?
  • Welche Rolle spielt dabei IKT?
  • Lässt sich Illettrismus mit IKT gar als Verstärker des Problems?

Auf der Grundlage solcher und ähnlicher Fragen geben wir Ihnen einen kurzen Überblick über den Einsatz von IKT in der Bekämpfung von Illettrismus. Wir gehen dabei auch kurz auf bestehende Projekte im angloamerikanischen und frankophonen Sprachraum und in den deutschsprachigen Ländern ein.

Im zweiten Teil des Workshops möchten wir mit Ihnen die Situation in derSchweiz beleuchten und diskutieren:

  • Welche Strategien oder Massnahmen sind hilfreich?
  • Welche Akteure bzw. Akteurinnen müssten zusammenkommen?
  • Welche Herangehensweisen sind Erfolg versprechend?

Workshop 5: Fundraising für NPO's: Aus der Trickkiste oder der Konzeptküche ?

Prof. Robert Purtschert, Verbandsmanagement Institut, Universität Fribourg

Der Workshop soll zeigen, dass Fundraising ein Weg zur Mittelbeschaffung sein kann. Es wird jedoch vor einem dilettantischen Vorgehen gewarnt. Es gibt keine Rezepte aus der Trickkiste, sondern nur seriöse (Konzept-) Arbeit.Die Spendenden unterhalten mit der Fundraising-Organisation nur eine kommunikative Beziehung. Deshalb ist das Vorstellungsbild über die Organisation eine entscheidende Grösse. Damit wird die richtige Positionierung der Organisation zu einer Kernaufgabe. Ein zielgerichtetes und praxiserprobtes Vorgehen wird präsentiert und nach den zeitlichen Möglichkeiten an Beispielen der teilnehmenden Organisationen evaluiert.

15.30: Kurzpräsentationen aus den Workshops im Plenum

Die wichtigsten Ergebnisse der Workshops werden kurz vorgestellt.

Im Anschluss an die Tagung werden auf der BAKOM-Webseite auch schriftliche Kurzberichte zu den einzelnen Workshops publiziert.

15.50: Schlusswort

16.00: Schlussaperitif im Foyer des Forums, 1. Stock