Diskussionsrunde 1
Kompetenter Umgang mit IKT im Alter: Bedürfnisse und Hemmschwellen
Hintergrund
Die Bedeutung des Internets nimmt stetig zu. Informations- und Kommunikationsangebote konzentrieren sich mehr und mehr auf die neuen Medien. Sie bieten Kosten- und Zeitvorteile. Dadurch wird der Zugang zu Informationen und Dienstleistungen für Personen ohne Internetzugang erschwert und Minderheiten werden ausgegrenzt. Wie die Statistiken zeigen, sind davon insbesondere die älteren Menschen betroffen. Die intensive Nutzung der Altersgruppe ab 60 Jahren betrug Mitte 2008 erst 51 % (60–69 Jahre) bzw. 18 % (70 Jahre und älter).
Inhalt der Diskussionsrunde:
Im Rahmen der Diskussionsrunde über den kompetenten Umgang mit IKT im Alter gab Herr Hans-Rudolf Schelling vom Zentrum für Gerontologie der Universität Zürich einen Überblick über die ersten Ergebnisse der Studie zur "IKT-Nutzung im Alter", welche Pro Senectute Schweiz Dank der Unterstützung von Swisscom, PostFinance und vom BAKOM in Auftrag geben konnte und Anfang 2010 publizieren wird.
Ziel der Studie ist, die spezifischen Bedürfnisse der älteren Menschen für einen verbesserten Umgang mit den IKT, insbesondere mit dem Internet abzuklären. Die Studie wird folgende Fragen beantworten:
- Warum ist die Nutzung des Internets bei den Senioren ab 65 unterdurchschnittlich tief?
- Wie ist die Nutzung in der Schweiz im Vergleich zum Ausland?
- Wo liegen die Hemmschwellen und Hindernisse?
- Welche Massnahmen können getroffen werden, um die Nutzung zu steigern?
- Was wird in den anderen Ländern getan, um die Nutzung zu fördern?
Die am Workshop präsentierten Daten geben Anzeichen, dass rund ein Drittel der befragten Offliner gerne das Internet nutzen würde, ein weiteres Drittel dem Internet zumindest nicht ablehnend gegenüber steht und lediglich das dritte Drittel das Internet für sich ablehnt.
Offenbar bestehen nach wie vor Hindernisse, die den meisten den Einstieg so erschweren, dass sie ihn sich nicht zutrauen oder den Aufwand für nicht lohnend halten.
Empfehlungen
Für den Abbau der Hemmschwellen und das Empowerment der Seniorinnen und Senioren für den kompetenten Umgang mit den IKT wurden folgende Empfehlungen erarbeitet:
- Personalisierte Schulungsangebote idealerweise vor Ort oder im engen Kreis
- Vereinfachung der Benutzeroberfläche von Applikationen und Verbesserung der Usability von Webseiten
- Vergleich mit den Förderprogrammen im Ausland mit gleichzeitiger Unterstützung der Förderprogramme durch die Polit-Akteure
