Programm 2009

This document is not available in English.

09.30: Eintreffen der TeilnehmerInnen, Begrüssungskaffee

Möglichkeit zum Besuch der Ausstellung «e-Inclusion» im grossen Landhaussaal.

Zum Seitenanfang

10.00: Grusswort

Kurt Fluri, Stadtpräsident Solothurn

Moderation der Tagung: Robert Ruoff, Communication & Cooperation

10.05: Begrüssung und Einführung in den Anlass

Philipp Metzger, Vizedirektor BAKOM, Leiter Telecomdienste

10.15: "20. Geburtstag des WEB: eine Revolution, die zur Chancengleichheit in der Gesellschaft beigetragen hat?"

Josiane Aubert, Nationalrätin des Kantons Waadt, SP, Präsidentin der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrates

10.35: „Lebenslanges Lernen für die Informationsgesellschaft“

Prof. Dr. Dr. h.c. Ekkehard Nuissl von Rein, Direktor Deutsches Institut für Erwachsenenbildung DIE, Bonn

Zum Seitenanfang

11.00: Parallele Diskussionsrunden I-VI

Diskussionsrunde I: Kompetenter Umgang mit IKT im Alter: Bedürfnisse und Hemmschwellen

Organisiert und moderiert durch Pro Senectute Schweiz PS-CH

Inhalt:

Hans-Rudolf Schelling vom Zentrum für Gerontologie der Universität Zürich gibt einen Überblick über die ersten Ergebnisse der Studie "IKT-Nutzung im Alter", die von Pro Senectute Schweiz in Auftrag gegeben wurde, um die spezifischen Bedürfnisse der älteren Menschen für einen verbesserten Umgang mit den IKT, insbesondere mit Internet und Mobiltelefon abzuklären. Denn die Nutzung der IKT durch Personen ab 65 Jahren ist in der Schweiz immer noch überdurchschnittlich gering. Auf der Basis der Diskussion und den Vorschlägen der Workshop-TeilnehmerInnen werden zielgruppenspezifische Empfehlungen für den Abbau der Hemmschwellen für die IKT-Nutzung durch ältere Personen sowie für den Aufbau von deren Medienkompetenzen erarbeitet.

Zielsetzungen:

  • Vorstellung und Diskussion der Ergebnisse der Studie "IKT-Nutzung im Alter";
  • Aufnahme der Rückmeldungen zu den Ergebnissen und der Vorschläge für den Abbau von Hemmschwellen von Seniorinnen und Senioren zur Nutzung der IKT und für die Förderung von deren Medienkompetenz;
  • Erarbeiten von Empfehlungen für eine verbesserte Nutzung der IKT durch Seniorinnen und Senioren.

Zielpublikum:

Personen, die sich mit Projekten im Bereich „IKT-Nutzung im Alter“ beschäftigen; Anbieter von IKT- und IKT-basierten Kursen und Schulungen; interessierte Personen.

Zum Seitenanfang

Diskussionsrunde II: Grundkompetenzen im Alltag

Organisiert und moderiert durch den Schweiz. Verband für Weiterbildung (SVEB)

Inhalt:

Als Einstieg werden EU und nationale Projekte vorgestellt, die sich mit unterschiedlichen Personengruppen befassen, welche auf Grund ihrer fehlenden oder mangelhaften Kompetenzen das IKT-Angebot in ihrem Alltag nicht adäquat nutzen können. In verschiednen Kleingruppen oder «roundtables» werden Fragestellungen dazu diskutiert und anschliessend gemeinsam Empfehlungen für Massnahmen erarbeitet.

Zielsetzung:

  • Vorstellung und Diskussion von verschiedenen Methoden der Kompetenzvermittlung (evtl. auch Vorstellung von EU-Projekten);
  • Erarbeitung von Empfehlungen für eine effiziente und zielgruppengerechte Kompetenzvermittlung.

Zielpublikum:

PolitikerInnen, KursleiterInnen, AusbilderInnen, SVEB-Mitglieder, Vereinigungen wie Migration, Lesen und Schreiben, etc. sowie interessierte Personen.

Zum Seitenanfang

Diskussionsrunde III: Menschen mit Behinderungen befähigen Spezialisten der IKT

Organisiert und moderiert durch das Eidg. Büro für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen EBGB / Eidg. Departement des Innern EDI

Inhalt:

In dieser Diskussionsrunde werden die Themen Befähigung und Vertrauensbildung aus der Sicht der Gleichstellung erörtert. Dabei geht es nicht in erster Linie um die Befähigung des Einzelnen, sondern um die Befähigung des Umfeldes für einen erleichterten Zugang aller zu den IKT. Voraussetzung dazu ist die Schaffung von Rahmenbedingungen, die es erlauben, dass Menschen mit Behinderungen, aber auch Seniorinnen und Senioren und Menschen mit Migrationshintergrund auch Angebote nutzen können, die nicht spezifisch an diese Personengruppen gerichtet sind. Denn oft erweisen sich nicht individuelle Voraussetzungen, sondern Rahmenbedingungen wie fehlender Zugang zu Kursorten, nicht zugängliche Lernmaterialen etc. als Hindernis bei der Inanspruchnahme von Technologien und Dienstleistungen.

Zielsetzungen:

  • Vermittlung der «Befähigung des Umfelds», d.h. der Schaffung von Rahmenbedingungen, die es Menschen mit Behinderungen erlauben, von «ordentlichen» Angeboten Gebrauch zu machen;
  • Aufzeigen der notwendigen Rahmenbedingungen, um den Einbezug von Menschen mit Behinderungen zu ermöglichen;
  • Anstossen der Realisierung von konkreten Massnahmen oder Projekten und Erarbeiten von Empfehlungen.

Zielpublikum:

Personen, die IKT entwickeln und anbieten; Anbieter von IKT- und IKT-basierten Kursen und Schulungen.

Zum Seitenanfang

Diskussionsrunde IV: Medienkompetenz fördern

Organisiert und moderiert durch Swisscom, Verein 'Zeitmaschine' und Verein 'CompiSternli'

Inhalt:

Neue Medien sind (nicht) neu: Die neuen Kommunikationsformen des Natels und des Internets haben dieselbe Absicht, wie unsere übrige Kommunikation – das Vermitteln unter Individuen. Anders sind aber deren Merkmale und Funktionsweisen. Die zeitliche und örtliche Omnipräsenz bewirkt, dass wir anders, anderes und mit anderen kommunizieren. Dieser Sachverhalt macht es nötig, dass wir darüber nachdenken, wie speziellen sozialen Gruppen die Nutzung beigebracht werden kann und muss, welche Modelle dafür nötig sind und: ob die bestehenden Strukturen der Vermittlung adäquat sind. Wir behandeln folgende Fragen:

  • Wer ist verantwortlich, dass die Bevölkerung IKT nutzt und richtig nutzt?
  • Welche Kompetenzen sind zu vermitteln. Im Alter? In der Schule?
  • Wie werden private Projekte etabliert und finanziert?

Zielsetzungen:

  • Bewusstseinsbildung bezüglich Verantwortung für die Vermittlung von Medienkompetenz;
  • Diskussion verschiedener formellen wie informellen Modelle von Vermittlung von Medienkompetenz sowie von deren Förderungs- und Etablierungsmöglichkeiten;
  • Erarbeitung von Empfehlungen.

Zielpublikum:

Personen, die im Bereich Vermittlung von Medienkompetenz aktiv oder am Thema interessiert sind; Lehrpersonen und Anbieter von IKT- und IKT-basierten Kursen und Schulungen.

Zum Seitenanfang

Diskussionsrunde V: Sicherheit und Kompetenz für Kinder in den neuen Medien

Organisiert und moderiert durch den Kinderschutz Schweiz und elternet.ch

Inhalt:

Kinder und Jugendliche nutzen die neuen Medien intensiv und anders als Erwachsene. Entsprechend wenig wissen Eltern oft darüber, was ihre Kinder im Internet oder am Handy tun, welche Risiken sie eingehen und welchen Gefahren sie sich u.U. aussetzen.

Die Selbstverständlichkeit und die technische Versiertheit, mit der Heranwachsende die neuen Medien nutzen, darf zudem nicht mit der Medienkompetenz gleichgesetzt werden, die für eine sichere und kompetente Nutzung der Medien und ihrer Inhalte unabdingbar ist. Diese müssen Kinder und Jugendliche erst einmal erwerben. Gefordert sind dabei neben der Schule ganz besonders Eltern und alle weiteren Bezugspersonen. Dafür müssen diese jedoch selbst über die entsprechenden Kompetenzen verfügen.

Zielsetzungen:

  • Jugendmedienschutz und Medienkompetenz in der Praxis
  • Zugriffseinschränkungen versus Medienkompetenz für optimalen Kinder- und Jugend-schutz
  • Diskussion und Suche von Lösungsansätzen für mehr Medienkompetenz auf Elternseite
  • Erarbeiten von Empfehlungen

Zielpublikum:

Personen, die sich mit Medienerziehung, Fragen der Medienkompetenz sowie mit Kinder- und Jugendmedienschutz beschäftigen.

Zum Seitenanfang

Diskussionsrunde VI: Transkulturelle Medienkompetenz

Organisiert vom Verein Web for Migrants und Sociolution, dem Schweizer Netzwerk für Politik- und Sozialmanagement

Inhalt:

Ausgangslage: Der Medienumgang wird allgemein, auch bei MigrantIinnen, entscheidend vom jeweiligen Bildungshintergrund geprägt. Menschen mit besserer Ausbildung nutzen die Medien tendenziell kritischer und reflektierter. Die Mediennutzung ist im Weiteren mitbestimmt von: Alter, Geschlecht, Religion, Herkunft, Kultur und Sprache.

Unsere These: Die kulturelle, religiöse, ethnische und sprachliche Differenz zur Zielgesellschaft ist ein entscheidender Faktor der Medienkompetenz von MigrantInnen. Die Förderung ihrer Medienkompetenz ist daher nicht nur eine Bildungsfrage. Sie ist auch in einem transkulturellen Kontext anzugehen und als Teil der Entwicklung von Sprach- und Sprechkompetenz zu sehen.

Zielsetzungen:

  • Diskussion von Fragen wie:
    • Wie lassen sich mediale Kontaktflächen zwischen Minderheits- und Mehrheitsgesellschaft schaffen?
    • Wie können die Aktionen zur Förderung der Medienkompetenz der Ziel-gesellschaft für die ZuwanderInnen nutzbar gemacht werden?
    • Welche gemeinsamen Handlungsfelder können eröffnet werden?
    • Welche neuen Handlungsfelder sind zu bearbeiten?
    • Wie sind Sprach- und Sprechkompetenz mit Medienkompetenz zu vernetzen?
  • Erarbeitung von Empfehlungen für Förderungsmassnahmen.

Zielpublikum:

Personen, die in verschiedenen Bereichen mit MigrantInnen arbeiten; ProduzentInnen von Migrationsmedien; SpezialistInnen im Bereich transkulturelle Kompetenzen; Lehrpersonen und Anbieter von IKT- und IKT-basierten Kursen und Schulungen.

Zum Seitenanfang

12.30: Stehbuffet im Landhaus

Besuch der Ausstellung zu aktuellen e-Inclusion Projekten im grossen Landhaussaal

13.45: Kurzpräsentationen aus den Diskussionsrunden mit Bekanntgabe der Empfehlungen

14.45: Blick zurück nach vorn

15.00: Preisverleihung "Ritter der Kommunikation 2009" durch Schirmherr Bundesrat Moritz Leuenberger

Musikalische Untermalung: Alexandre Cellier

16.00: Aperitif

Zum Seitenanfang